Die Rote Linie. Geschichte der Veterinär- und Siedlungsgrenze in Namibia, 1890er–1960er Jahre

  • Language: German
  • 419 pages
  • Illustrations, maps, tables, index
  • ISSN: 2296-6986
  • ISBN:
  • Print: 978-3-905758-28-3
  • PDF: 978-3-905758-64-1
Giorgio Miescher

Die Rote Linie. Geschichte der Veterinär- und Siedlungsgrenze in Namibia, 1890er–1960er Jahre

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Die vorliegende Studie ermöglicht einen faszinierenden und überraschenden Blick auf die Geschichte Namibias, die anhand des historischen Verlaufs einer Grenze erzählt wird. Beginnend mit den Anfängen als temporäre Absperrlinie gegen die Rinderpest im ausgehenden 19. Jahrhundert, veranschaulicht der Autor die Grenzentwicklung bis zum Bau eines zwei Meter hohen und 1250 Kilometer langen Zauns in den 1960er Jahren, der bis heute Nord- und Zentralnamibia trennt. Ziel dieses sich langsam vollziehenden Prozesses war es, sowohl Mensch und Vieh beidseits der Grenze zu trennen, als auch Gegensätze zwischen modern und traditionell, gesund und krank, europäisch und afrikanisch zu schaffen.

Giorgio Miescher ist Historiker und hat zu verschiedenen Themen der Geschichte Namibias und des südlichen Afrika publiziert. Zur Zeit ist er ein Marie Curie International Outgoing Fellow am Zentrum für Afrikastudien der Universität Basel und dem Centre for Humanities Research an der University of the Western Cape.

Einleitung

Eine Geschichte der Roten Linie als Beitrag zur namibischen Historiographie

Eine Geschichte der Roten Linie im Kontext der Diskussion über Grenzen

Methoden und Quellen

1 Die Rinderpest-Absperrlinie von 1896/97

2 Polizeizonengrenze und ‚verbotene Gebiete‘ 1905–1915

3 Die Kolonie wird geteilt – die Erfindung der Roten Linie 1915–1928

4 Die Rote Linie als Veterinär- und Siedlungsgrenze 1928–1945

5 Die Rote Linie – Von der Zone zum Zaun 1945–1960er Jahre

6 Auf der Suche nach der Roten Linie

Schlusswort

Eine kleine Chronologie der Polizeizonengrenze. Eckdaten zur Entstehung und Angaben zu den verschiedenen Neudefinitionen

 

„Diese Arbeit, verankert in einer aussergewöhnlichen Geschichtskenntnis Namibias, stellt den Entwicklungsprozess einer Binnengrenze in das Zentrum der Geschichte von Kolonialismus und Herrschaft im südlichen Afrika. Miescher zeigt auf überzeugende Weise, dass die innerstaatliche Grenze, durch ihren Ausbau zu einer real existierenden Siedlungs- und Veterinärgrenze, sehr viel prägender für die Verwaltung und damit für das Schicksal einer Nation sein kann, als die Aussengrenzen als vorrangige kartographische Markierungen eines Reiches.“

David William Cohen, Universität Michigan

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