Die Geschichte des Tourismus in Namibia. Eine heterotopische Topologie der Technik

  • Language: German
  • 150 pages
  • Illustrations, maps, tables, index
  • Vol. 10, 2016
  • ISSN: 2296-6986
  • ISBN:
  • Print: 978-3-905758-74-0
  • PDF: 978-3-905758-85-6
Lukas Breitwieser

Die Geschichte des Tourismus in Namibia. Eine heterotopische Topologie der Technik

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In dieser interdisziplinären Studie untersucht Lukas Breitwieser die Entwicklung des Tourismus in Namibia anhand eines relationalen Raumbegriffs. Angelehnt an Foucaults Begriff der Heterotopie analysiert er die homogenisierende Wirkung von Technik, die touristische Räume infrastrukturell erschließt und Sicherheit vermittelt. Gleichzeitig führt diese zu einer symbolisch-kulturellen Differenzierung, die spezifische Räume zu einzigartigen Sehenswürdigkeiten macht.

Beginnend mit dem frühen Tourismus in den 1920er-Jahren bis hin zur Gegenwart wertet Breitwieser unterschiedliche Quellengattungen aus und belegt eine erstaunliche Beständigkeit im Muster des namibischen Tourismus. Ein erfolgreich funktionierender Tourismus ist immer im Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Abenteuer, Natur und Technik, Wildnis und Zivilisation, Moderne und Vergangenheit angesiedelt. Beteiligte Akteure wie Safariunternehmen versuchten einerseits, die vermeintlich unberührte Natur als besonderes Merkmal darzustellen, andererseits wiesen sie auf technisch gut erschlossene Landschaften hin. Orte, die von Reiseanbietern als besonders wertvoll definiert wurden, vermochten es, historisch nostalgische und romantisch aufgeladene Zuschreibungen mit kontrastierenden Vorstellungen von Abenteuer und Gefahr zu verbinden. Geschaffen wurden Räume, die nicht nur geografisch, sondern auch zeitlich konstruiert wurden und bis heute funktionieren.

Lukas Breitwieser ist Technikhistoriker und hat zur Geschichte des Reisens und des Tourismus gearbeitet. Er studierte Geschichte und Germanistik an der Technischen Universität Darmstadt. Aktuell forscht er an der Technischen Universität München zu strahlenbehandelten Organismen des Agrarbereichs in Projekten der Entwicklungshilfe in Ghana.

1 Theoretische und methodische Vorüberlegungen
2 „We are going to put South West Africa on the map this time” oder die Anfänge des Tourismus in Namibia
3 Die alltägliche Praxis des Außeralltäglichen
4 „Plans to make South West Africa a tourist paradise“ oder Visualisierungen im namibischen Tourismus
5 Raumkonstruierende Reiseanleitungen
6 Ausblicke

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