Filmfestival: Zambia in Motion

Filmfestival: Zambia in Motion

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Price: Siehe Programmheft

Location: Basler Afrika Bibliographien, Klosterberg 23, 4001 Basel

Do, 24.11.2016 - 27.11.2016

Filmfestival: Zambia in Motion

Dokumentarfilme, Kurzfilme, Film Talks, Workshop, mit Filmgästen aus Sambia.

«in motion» ist ein langfristiges Filmprojekt der Basler Afrika Bibliographien (BAB). In regelmässigem Turnus sollen Filme über und aus der Schwerpunktregion der BAB einem interessierten und neugierigen Publikum vorgestellt werden.

«in motion» stellte 2014 zuerst Namibia in den Mittelpunkt. Im zweiten Jahr der Filmreihe bildete 2015 Mosambik den Schwerpunkt. In diesem Jahr nun geht es um Sambia, und erstmals wird das ganze Programm konzentriert an einem Wochenende präsentiert, als kleines Festival, das zahlreiche Gelegenheiten zu Begegnung und Austausch mit den Filmschaffenden des Landes bietet.

 

Programmheft

«zambia in motion» fokussiert auf Dokumentar- und Kurzfilme. Themenfelder des Filmprogramms sind Persönlichkeiten aus Sport und Politik, Geschlechterbeziehungen, Kindheit in Sambia oder der Kupferabbau. Ausserdem gibt es ein Filmautorenporträt mit Owas Ray Mwape, dem Vertreter eines ganzen Movie Clans. Gäste des Festivals sind die sambischen FilmemacherInnen Jessie Chisi, Ngosa Chungu, Chris Mukkuli, Owas Mwape und Ivory van der Boom.

 

Alle Screenings und Veranstaltungen finden in den BAB am Klosterberg 23 in Basel statt. Der Eintritt zum Eröffnungsfilm (24.11.) ist frei. Der Festivalpass für das gesamte Programm kostet CHF 30. –, eine Tageskarte ist inkl. einem Freigetränk zu CHF 12. – erhältlich. Die Festival-Bar ist zu allen Veranstaltungen geöffnet.

 

 

Programmübersicht

 

Donnerstag, 24.11.2016

 18:00 Uhr

Eröffnungsfilm «E18ghteam», N. Chungu (ZMB) & J. R. Briso (E), 2014

 

«E18ghteam»

 

Am 27. April 1993 stürzt ein Flugzeug der Zambian Air Force 500 Meter vor der gabunischen Küste in den Atlantik. Alle Insassen sterben, darunter 18 Spieler des sambischen Fussball-Nationalteams und seine Trainer. «E18ghteam» ist eine Dokumentation über den tragischen Untergang einer erfolgreichen Fussballnation und ihren Wiederaufstieg.

«E18ghteam», Ngosa Chungu (ZMB) & Juan R. Briso (E), Doc., 2014, 68 min. Originalsprache, E, Sp, I / e; Musik Michael Nyman

 

 

Nach dem Film: Talk mit Ngosa Chungu

 

Film Talk mit Ngosa Chungu

Anschliessend an das Screening des Films «E18ghteam» erzählt Regisseurin Ngosa Chungu in diesem Film Talk mehr über ihre Arbeit als Filmemacherin und den Entstehungsprozess des Films «E18ghteam».

Ngosa Chungu studierte Kommunikation in London und Kalifornien und arbeitete beim sambischen TV-Sender Zamtel. Zurzeit lanciert sie ein Multimediaprojekt zur Förderung afrikanischer Erzählkultur. E18ghteam ist ihr erster Dokumentarfilm.

 

 

Freitag, 25.11.2016

 14:00 Uhr

«Zambie – A qui profite le cuivre» , A. Gallet (F) & A. Odiot (F), 2011

 

«Zambie – A qui profite le cuivre» (Sambia – Wer profitiert vom Kupfer?)

Der heute wieder brandaktuelle Film kreist um eine Kupfermine in Sambia und eine fragwürdige Entwicklungspolitik. Nach zwei Jahren Recherchen in Afrika und Europa zeigt der Film eindrucksvoll die Konsequenzen des Raubbaus von Rohstoffen und der massiven Privatisierung in einem Land der südlichen Hemisphäre auf.

«Zambie – A qui profite le cuivre», Audrey Gallet (F) & Alice Odiot (F), Doc., 2011, 52 min; Originalsprache, F, E / e; Originalmusik Marc Nammour.

 

Audrey Gallet ist Tänzerin, Coach – und Filmemacherin. Gallet arbeitete an verschiedenen Kulturinstitutionen als Musikvideo-Produzentin und Mediatorin, absolvierte eine Ausbildung in audiovisueller Technik und assistierte in der Folge einige Jahre bei Regie- und Kameraführung. „Zambie – a qui profite le cuivre?“ ist ihr erster Dokumentarfilm.

Alice Odiot ist audiovisuelle Journalistin und stiess 2004 zu der unabhängigen französischen Produktionsgesellschaft YAMI. Mit Audrey Gallet recherchierte sie zwei Jahre lang für den Film „Zambie – a qui profite le cuivre?“ – ihren ersten Dokumentarfilm. 

 

 

Nach dem Film: Workshop «What Is Connecting Zambia and Switzerland?»

 

«What Is Connecting Zambia and Switzerland? Copper and Its Social Effects on Either Country»

Öffentlicher Workshop (in englischer Sprache) mit Studierenden des ethnologischen Seminars der Universität Basel.

Moderation: Rita Kesselring.

 

 

 

 18:00 Uhr

Kurzfilm «Imagination», J. Chisi (ZMB) & V. Muchauko (ZMB), 2016

 

«Imagination»

 

«Imagination» ist die Geschichte des kleinen Jungen Ken, der davon träumt, seinen eigenen Film zu drehen. Er stellt eine Filmcrew aus seinen besten Freunden zusammen, wird von seiner Mutter jedoch immer wieder aus seinem Film Set und seinen Träumen herausgerissen – ein Film über Eigensinn und Entschlossenheit.

«Imagination», Jessie Chisi (ZMB) & Vatice Muchauko (ZMB), Kurzfilm, 2016, 22 min; Originalsprache / e; Buch und Produktion Jessie Chisi; mit Kennedy Shani.

 

 

 18:30 Uhr

Talk mit Jessie Chisi»

 

Film Talk mit Jessie Chisi

Gespräch mit der Regisseurin Jessie Chisi zu ihren beiden Filmen «Imagination» und «Between Rings».

Jessie Chisi machte im Anschluss an ihr Studium am Zambia Insitute of Mass Communication eine Weiterbildung zur Filmemacherin in Finnland und war Teilnehmerin des Berlinale Talent Campus 2010. Chisi ist Gründerin und aktuelle Leiterin des Zambian Short Film Festival in Lusaka.

 

«Between Rings», J. Chisi (ZMB) & S. Sorri (SF), 2014

 

«Between Rings»

 

«Between Rings» erzählt die fesselnde Geschichte der sambischen Boxerin Esther Phiri. Phiri arbeitete sich aus den Slums hoch und wurde zu Sambias berühmtester Athletin – und zu einem Symbol weiblicher Unabhängigkeit. Mit ihrem immensen Erfolg – sie trägt allein sieben Weltmeistertitel – stellen sich auch Neid, Missgunst und Kritik ein, und schliesslich gibt Phiri ihre Karriere auf.

«Between Rings», Jessie Chisi (ZMB) & Salla Sorri (SF), Doc, 2014, 82 min; Originalsprache, E / e; Musik Miki Brunou.

 

 

Samstag, 26.11.2016

 14:00 Uhr

Talk mit Chris Mukkuli

 

Film Talk mit Chris Mukkuli

Gespräch mit Chris Mukkuli zu seiner Arbeit als selbständiger Filmemacher und seinem Film «Nkumbula»

Chris Mukkuli ging nach der Schule zur Zambia National Broadcasting Company (ZNBC) und arbeitete dort unter anderem als Marketingmanager. Um das Jahr 2000 begann er autodidaktisch, Drehbücher für Kino und TV zu schreiben. Seit 10 Jahren arbeitet er als selbständiger Filmemacher.

 

 

«Nkumbula», Ch. Mukkuli (ZMB), 2016

 

«Nkumbula»

Der Dokumentarfilm über den sambischen Unabhängigkeitskämpfer Harry Nkumbula (1916–1983) soll nichts weniger sein als eine Rehabilitierung des Politikers, der im damaligen britisch besetzten «Nord-Rhodesien» für den African National Congress (ANC) um die Unabhängigkeit kämpfte. Nkumbula verschwand in der zeitgeschichtlichen Wahrnehmung schnell im Schatten des charismatischen Kenneth Kaunda, des ersten Präsidenten des unabhängigen Sambias. Dieser Film von Chris Mukkuli bietet eine ausführliche und akribische Recherche und lässt zahlreiche Zeitzeugen und Historiker zu Wort kommen.

«Nkumbula», Chris Mukkuli (ZMB), Doc, 2016, 130 min; Originalsprache/e.

 

17:00 Uhr

Panel mit Filmgästen aus Sambia

 

Panel mit Filmgästen aus Sambia

 

Ein Gespräch mit den fünf Filmgästen Ivory van der Boom, Jessie Chisi, Owas Mwape, Chris Mukkuli und Ngosa Chungu über historische Vorbilder, Filmschaffen zwischen Improvisation und Verantwortung und die heutigen Herausforderungen in Sambia. In englischer Sprache, Moderation Christian Vandersee.

 

  • Ivory van der Boom: Geb. 1991 in Sambia, sambisch-britische Drehbuchautorin; gewann mit «Chenda» den Zambian Movie Award 2015 als bester Film. Ihr letztes Werk «Flask» thematisiert den Alkoholismus in Sambia.
  • Jessie Chisi: Geb. 1984 in Sambia, schloss 2008 ihr Studium am Zambia Insitute of Mass Communication ab, Weiterbildungen zur Filmemacherin in Finnland; nahm beim Berlinale Talent Campus 2010 teil; gründete und leitet das Zambian Short Film Festival in Lusaka.
  • Owas Mwape: Geb. 1974 in Sambia, Schauspieler, Regisseur, Produzent; wirkte in unzähligen Kurz- und Spielfilmen in Kino und TV mit, u.a. in «Chenda» und «Mwansa the Great»; gewann zahlreiche internationale Preise.
  • Chris Mukkuli: Geb. 1964 in Sambia, ging nach der Schule zur Zambia National Broadcasting Company (ZNBC)und hatte diverse Positionen als Marketingmanager; begann etwa im Jahr 2000 autodidaktisch, Drehbücher für Kino und TV zu schreiben; seit 10 Jahren selbständiger Filmemacher.
  • Ngosa Chungu: Geb. 1982 in Sambia, studierte Kommunikation in London und Kalifornien; arbeitete beim TV-Sender Zamtel; lanciert aktuell ein Mutimediaprojekt (African Cultural Exchange ACE Project) zur Förderung afrikanischer Story-Kultur; E18ghteam ist ihr erster Dokumentarfilm.

 

19:00 Uhr

Kurzfilm «Mwansa the Great», R. Nyoni (ZMB/GB), 2011

 

«Mwansa the Great»

Der kleine Mwansa und seine grosse Schwester Shula haben kürzlich ihren Vater verloren. Als Mwansa versehentlich Shulas Lieblingslehmpuppe zerbricht, macht der kleine Bruder sich auf den Weg, nicht nur um den Zauberlehm zu finden, der die Puppe wieder reparieren kann. Er will endlich auch den Beweis liefern, dass er Mwansa der Grosse ist – und macht dabei unerwartete Entdeckungen.

«Mwansa the Great», Rungano Nyoni (ZMB/GB), Kurzfilm, 2011, 21 min, Originalsprache / e; mit Samuel Mwale, Anna Mithi, Owas Mwape, Becky Ngoma u. a.

 

Talk mit Owas Mwape, Jessie Chisi & Ngosa Chungu

 

Film Talk mit Owas Mwape, Jessie Chisi & Ngosa Chungu

Ausgehend von dem Film «Mwansa the Great» sprechen Owas Mwape, Jessie Chisi und Ngosa Chungu über filmische Erzählstrategien und reflektieren aktuelle Entwicklungen in der sambischen Erzählkultur.

 

Owas Mwape ist Schauspieler, Regisseur und Produzent. Er wirkte in unzähligen Kurz- und Spielfilmen in Kino und TV mit, u.a. in «Chenda» und «Mwansa the Great».  Er gewann für seine Arbeit zahlreiche internationale Preise.

Jessie Chisi machte im Anschluss an ihr Studium am Zambia Insitute of Mass Communication eine Weiterbildung zur Filmemacherin in Finnland und war Teilnehmerin des Berlinale Talent Campus 2010. Chisi ist Gründerin und aktuelle Leiterin des Zambian Short Film Festival in Lusaka.

Ngosa Chungu studierte Kommunikation in London und Kalifornien und arbeitete beim sambischen TV-Sender Zamtel. Zurzeit lanciert sie ein Multimediaprojekt zur Förderung afrikanischer Erzählkultur. «E18ghteam» ist ihr erster Dokumentarfilm.

 

(Foto: Icreatefilms Ltd)

 

 

Sonntag, 27.11.2016

14:00 Uhr

Meeting Owas Mwape: Drei Filme

 

Meeting Owas Mwape: Drei Filme

 

  • «Mother’s Dilemma», Robam Mwape (ZMB), Kurzfilm, 2013, 35 min, E; mit Robam Mwape, Webster Chiluba u. a.
      «Mother’s Dilemma» thematisiert ein korruptes Gesundheitssystem. Hintergrund ist die alljährliche Versicherung der Regierung Sambias, in den Spitälern seien mehr Medikamente verfügbar. Aber viele Mediziner verschaffen sich illegal Zugang zu den Arzneimitteln und verkaufen sie an private Unternehmen oder schmuggeln sie ins Ausland.

 

  • «The Bag», Robam Mwape (ZMB), Kurzfilm, 2013, 28 min. E; mit Robam Mwape & Webster Chiluba
     «The Bag» spielt im Drogenmilieu und thematisiert Zivilcourage. ‚Mr. Big Trouble‘ interveniert in die Abwicklung eines Drogengeschäfts und riskiert dabei einiges, sind doch auch hohe Regierungsbeamte involviert.

 

  • «Chenda», Owas Mwape (ZMB) & Ivory van der Boom (ZMB/GB), 2016;, 90 min, E / e, mit Flora Suya, Mingeli Palata, Dambisa Lunda u. a.
    Chenda ist eine stolze und zugleich verbitterte Hausfrau, die ihren Familientraum mit ihrem untreuen Mann Kel begraben hat. Als Kels charmanter Freund Emmit bei ihnen einzieht, kommt Chenda über den Sinn ihrer Ehe ins Grübeln. Das Drehbuch zu «Chenda» schrieb die sambisch-britische Autorin Ivory van der Boom.

 

Zwischen den Filmen: Talk mit Yvory van der Boom und Owas Mwape

 

Film Talk mit Yvory van der Boom und Owas Mwape

 

Zwischen den drei Kurzfilmen mit Owas Mwape gibt es einen Film Talk mit Drehbuchautorin Ivory van der Boom und dem Schauspieler und Regisseur Owas Mwape.

 

Ivory van der Boom ist eine sambisch-britische Drehbuchautorin. Sie gewann mit «Chenda» den Zambian Movie Award 2015 als bester Film. Ihr neustes Werk «Flask» thematisiert Alkoholismus in Sambia.

 

 

Owas Mwape ist Schauspieler, Regisseur und Produzent. Er wirkte in unzähligen Kurz- und Spielfilmen in Kino und TV mit, u.a. in «Chenda» und «Mwansa the Great».  Er gewann für seine Arbeit zahlreiche internationale Preise.